Bundesarbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen

 

Mitarbeiterseite der Zentral-KODA (Kommission zur Ordnung des Diözesanen Arbeitsrechts)

 

Mitarbeiterseite der Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbandes

 

An

den Apostolischen Nuntius für Deutschland

die H.H. Erzbischöfe und Bischöfe der deutschen Diözesen

an den Präsidenten des Deutschen Caritasverbandes

 

22. Juni 2001

Arbeitsplatzsicherheit beim Deutschen Orden

Sehr geehrte Exzellenz,
sehr geehrter Herr Erzbischof,
sehr geehrter Herr Bischof,
sehr geehrter Herr Präsident,

 

mit Schreiben vom 4. Dezember vergangenen Jahres hatten wir unsere Sorge um die Arbeitsplätze der Kolleginnen und Kollegen bei Einrichtungen des Deutschen Ordens zum Ausdruck gebracht.

Einige Bischöfe haben uns in Antwortschreiben auf ein geplantes zentrales Schrei-ben des Verbandes der Diözesen Deutschlands in dieser Angelegenheit verwiesen.

Bis heute ist uns ein solches Schreiben nicht zugegangen.

Ein Artikel auf der ersten Seite im Münchner Merkur vom 16./17. Juni 2001 "Deut-scher Orden: Sozialkonzern vor dem Aus - Einrichtung nicht sanierbar" zeigt auf, dass das von uns angesprochene Problem nach wie vor besteht und die Sicherheit der Arbeitsplätze massiv in Gefahr ist.

Insofern bleibt unser bereits damals geäußerte Bitte in vollem Umfange bestehen:

"Wir bitten Sie, Ihre Verantwortung wahrzunehmen - auch wenn sie in diesem Fall nur indirekt sein mag -, und sich dafür einzusetzen, dass die Einrichtungen des Deutschen Ordens (KdöR) gerettet werden können, um es unseren Kolleginnen und Kollegen zu ermöglichen, weiterhin ihren engagierten Dienst am Nächsten zu leisten und den gerechten Lohn dafür zu erhalten.

Es darf nicht sein, dass sich der verfassungsrechtlich garantierte Freiraum der Kir-chen und das Postulat der vertrauensvollen Zusammenarbeit in der Dienstgemein-schaft zum Konkurrenzvorteil marktwirtschaftlich orientierter Konzerne und zum Schaden für die kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickeln."

Mit freundlichen Grüßen

gez.

Günter Däggelmann , Georg Grädler , Thomas Schwendele